Heuschnupfen Therapie

Heuschnupfen ist eine allergische Erkrankung, die durch Überempfindlichkeit gegen die Eiweißkomponenten bestimmter Pollen entsteht. Die Pollen gelangen während der Gräser- und Baumblüte in die Luft. Sie bewirken eine allergische Reaktion an den Schleimhäuten der Atemwege, Nase und Augen. Typischen Beschwerden sind tränende und juckende Augen sowie eine laufende Nase und Niesattacken. Im Rahmen eines so genannten „Etagenwechsels“ kann Heuschnupfen in ein allergisches Bronchialasthma übergehen. Eine rechtzeitige Therapie des Heuschnupfens ist deshalb äußerst wichtig.

Heuschnupfen kann meist bereits durch die Beschreibung der Symptome und des Krankheitsverlaufes diagnostiziert werden. Schwieriger ist es, das auslösende Allergen zu finden. Hierbei helfen verschiedene Tests (Hauttest, Blutuntersuchung, Provokationstest).

Heutzutage kann Heuschnupfen mit einer individuell abgestimmten Therapie gut behandelt werden. Wichtig ist, neben der eigentlichen Therapie, die Allergie auslösenden Faktoren zu meiden.

Behandlungsmöglichkeiten

Die augmentierte (verstärkte) Akupunktur

Wenn der Patient bereits unter den Symptomen leidet, das heißt, wenn der Heuschnupfen akut ist, ist der beste Zeitpunkt um eine augmentierte Akupunktur anzuwenden.

Mit Hilfe einer Elektrostimulation wird bei der augmentierten Akupunktur die herkömmliche Wirkungsweise der Akupunktur verstärkt. Diese Therapie wird mit lokaler Betäubung durchgeführt und ist daher vollkommen schmerzfrei.

Grundsätzlich ist nur eine einzige Sitzung notwendig, um die Beschwerden loszuwerden, beziehungsweise eine Linderung für mehr als sechs Wochen zu erlangen. Die Einnahme von Medikamenten ist nicht notwendig.

Weitere Informationen finden Sie hier: Augmentierte Akupunktur bei Heuschnupfen

Spezifische Immuntherapie (Hyposensibiliserung)

Diese Art der Behandlung wird in der beschwerdefreien Zeit begonnen. Ihr zu Grunde liegt eine Modulation und Neu-Regulierung des Immunsystems.

Über eine Zeit von mindestens drei Jahren werden regelmäßig Allergene in das Fettgewebe des Oberarmes gespritzt. Die notwendigen Allergene werden vorher durch einen Blut- und Hauttest ermittelt. So enthält die Injezierung exakt die Pollenallergene, welche die Beschwerden des Patienten verursachen. In steigender Dosierung findet die Einspritzung zunächst wöchentlich, dann etwa alle vier bis sechs Wochen statt. Eine Linderung der Beschwerden tritt allmählich über Monate ein. Die Wirkungsdauer beträgt nach Beendigung der Therapie noch einige Jahre.

Die Behandlung wird von der WHO (World Health Organisation) als Referenzmethode zur Behandlung von Soforttyp-Allergien empfohlen.

Traditionelle Akupunktur

Auch diese Therapie wird am besten in der beschwerdefreien Zeit, also vor der aktuen Heuschnupfen-Zeit begonnen und sechs Wochen lang, mit 2 Sitzungen pro Woche durchgeführt.

Am Körper und/oder am Ohr liegende Akupunkturpunkte werden bei den Sitzungen durch Akupunkturnadeln stimuliert. So entsteht ein lindernder Effekt.

Diese Behandlungsmethode zielt besonders darauf ab, die Symptome des Heuschnupfen zu lindern.

Symptomatika - Medikamentöse Behandlung von Heuschnupfen:

Zu den Symptomatika gehören zunächst die sogenannten Antihistaminika. Sie verhindern, dass der Botenstoff Histamin bei Allergenkontakt verstärkt ausgeschüttet wird und der Betroffende unter den übichen Beschwerden leidet. Die Antihistaminika müssen während der Beschwerdezeit täglich eingenommen werden.

Cromoglycinsäure, welche als Nasenspray und Augentropfen erhältlich ist, ist als  sogenannten “Beta-Symathomimetika” frei verkäuflich und erzielt z.B. die Abschwellung der Nasenschleimhäute. Dieses Medikament sollte jedoch nicht zu lange eingenommen werden, da es bei dauerhafter Anwendung an Wirkung verliert.

Auch Cortison ist ein beliebtes Symptomatika. Es wirkt besonders gut, sollte aber wegen der Nebenwirkungen nicht dauerhaft angewendet werden.

Allergenkarenz

Es gibt einiges, das von Heuschnupfen Betroffene während der Beschwerdezeit tun können, um sich etwas Linderung zu verschaffen. Bei der Urlaubsplanung sollten bewusst pollenärmere Gegenden bevorzugt werden. Ansonsten sind Pollenfilter in Autos, häufiges saugen des Wohnraums, eine Haarwäsche vor dem schlafen gehen und die Straßenkleidung außerhalb des Schlafzimmers abzulegen Tipps, im Alltag gegen Heuschnupfensymptomen vorzugehen.

Dr. med. Thomas Schulz und sein Team beraten Sie gerne in allen Fragen rund um das Thema Heuschnupfen-Therapie. Für ein unverbindliches Beratungsgespräch kontaktieren Sie uns unter 0741 - 17 443-0 oder schreiben Sie uns über unser Kontaktformular.

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